Reisen – Sich dem Fremden öffnen

Staunen

Staunen

Reisen bedeutet automatisch, das Vertraute hinter sich zu lassen. Je nach Entfernung wird das Fremde natürlich noch fremder und das Vertraute immer weniger, das beginnt bei dem Wetter und der Architektur und hört bei Sprachen und Essen noch lange nicht auf.

Und ich sehe immer wieder Menschen, die dann fast verzweifelt nach Vertrautem suchen. Die dann bei McDonalds essen, weil das wenigstens genauso schmeckt wie zu Hause. Die Schnitzel mit Pommes brauchen und ein kaltes Bier. Selbst auf Malle oder Hawaii.

Und das ist so schade.

Die Sache ist doch die: Meistens haben wir es uns im Leben ganz gut eingerichtet. Job, Wohnung oder Haus, jeden Tag mehr oder weniger dieselbe Routine, dieselben Menschen, dieselben Läden… und eigentlich machen wir ja Urlaub, um da mal rauszukommen.

Nur um dann in der Ferne uns wieder zum Vertrauten zurückzuziehen.

Statt dessen könnten wir staunen, neue Eindrücke bekommen, andere Menschen mit ganz anderen Vorstellungen und Erfahrungen kennenlernen – und unsere eigene Welt mit anderen Augen sehen.

Denn erst, wenn wir uns dem Fremden, dem Neuen öffnen, können wir dazu lernen. Neues erleben.

Und innerlich wachsen.

Wir können auf diese Weise überprüfen, ob unser altes Leben wirklich noch zu uns passt, oder ob wir vielleicht etwas ändern wollen.

Vielleicht finden wir sogar ein paar Bereiche, wo wir nach der Reise genau wissen, was wir ändern wollen.

Besser machen wollen.

Vielleicht, wie wir mit anderen Menschen umgehen.
Oder neue Rezepte.
Oder Ideen für die Einrichtung.
Oder mehr Achtsamkeit für unsere Gedanken…

Es gibt so vieles, was wir verändern könnten – aber es braucht manchmal einen Anstoß von außen dafür. Und eine Reise ist eine wunderbare Chance, solche Anstöße zu bekommen und anzunehmen.

Wir haben immer wieder die Chance.

Und falls Sie noch zögern, mal etwas ganz Anderes, ganz Neues zu machen und dorthin zu reisen, wo Sie noch nie waren – dann habe ich ein paar Klopfsätze für Sie.

Auch wenn ich es schwer finde, in die Fremde zu gehen und dort zu entspannen, bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube es mir, das Fremde neugierig zu erleben.

Auch wenn ich es sooo mühsam finde, mich auf Dinge einzulassen, die fremd und ungewohnt sind, das macht mir Stress, trotzdem bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, eine gute Balance zwischen Vertrautem und Neuem zu finden.

Auch wenn ich gar nichts an meinem Leben ändern will und aus meiner Zufriedenheit gar nicht aussteigen will – es könnte mühsam sein, neue Wünsche zu entwickeln, bin ich völlig okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt trotzdem, ein wenig Fremdes zuzulassen und einfach mal wieder zu staunen und tolle Dinge zu erleben.

Sie sind dran:
Wie fühlen Sie sich in der Fremde?
Was hat sich nach dem Klopfen geändert?
Können Sie sich vorstellen, das bei einer Reise anzuwenden?
Ich lade Sie ein, einen Kommentar zu schreiben.

Bildquelle: F. Möbius

PS: Hier im Blog kann ich immer nur ganz allgemeine Themen besprechen und vorstellen. Wenn Sie aber bei einem tieferen Thema alleine nicht weiterkommen, dann schreiben Sie mir eine Email. Wir besprechen dann, wie ich Ihnen dabei helfen kann.

PPS: Im Newsletter finden Sie jeweils passend zum Blogthema eine ausformulierte Klopfrunde. Sie können sich über das Formular oben rechts dafür anmelden.
Falls Sie meinen Blog über Ihr Handy lesen und das Formular nicht sehen können, folgen Sie diesem Link: Anmelden für den Newsletter.

Veröffentlicht unter Deutsch | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Reisen – Reisekrankheit

seekrank

Seekrank

Ein Geständnis gleich vorweg: Ich werde seekrank. Leider.

Und im Auto lesen geht auch nicht.

Ich bin also ein schwieriger Fall.

Bei mir hilft EFT bei Seekrankheit nicht immer, aber manchmal. Und das ist doch schon etwas.

Ich möchte eine Geschichte erzählen, wo es geholfen hat.

Ich lebe ja in Kiel, wo jedes Jahr im Juni die Kieler Woche stattfindet. Und meistens ist das Wetter nicht stabil – übrigens ein Grund, warum die Gründer der Kieler Woche sich für diese Zeit im Jahr entschieden haben. Auf diese Weise werden die Regatten noch anspruchsvoller.

Es ergab sich in einem Sommer die Möglichkeit, bei der großen Windjammerparade zum Abschluss der Kieler Woche auf der Kieler Hansekogge mitzufahren. Natürlich habe ich keine Sekunde gezögert, denn das ist ein ganz besonderes Schiff. Und an Seekrankheit habe ich überhaupt nicht gedacht.

Solange wir unter Motor* auf der Kieler Förde unterwegs waren, ging auch alles gut. Es war sogar sehr amüsant, den Kapitän mit Lungenkraft und einer Tröte Signale geben zu sehen. Es gab etwas zu essen (Erbsensuppe), zu trinken (Bier oder Limo) und naürlich ganz viel zu sehen.

Dann erreichten wir den Leuchtturm Kiel, wo die Windjammerparade aufhört. Für alle, die sich in Kiel nicht auskennen: Der liegt schon außerhalb der Förde. Daher gibt es dort wesentlich mehr Wind und meistens auch höhere Wellen.

Und mir wurde flau im Magen, besonders als dann auch noch das Segel aufgezogen wurde. Ein toller und ganz ungewohnter Anblick, aber natürlich rollt das Schiff dann noch mehr. Und eine Hansekogge rollt übrigens ganz besonders, weil sie recht rund und kurz gebaut ist.

Ich fing also an zu klopfen. Erst ein bisschen zögerlich, aber niemand schaute komisch. Nach einigen Runden ging es meinem Magen schon wieder besser. Ich machte weiter und auch die latenten Kopfschmerzen verschwanden.

Und so konnte ich auch den Zuckerkuchen genießen, den es auf dem Weg zurück in den Hafen gab.

Ich muss dazu sagen, dass mir EFT bei Seekrankheit nicht immer hilft. Auf dem Schiff nach Helgoland brauche ich immer noch Kaugummi oder Ingwerpille. Trotzdem kann es die Situation entschärfen. (Und vielleicht sollte ich einmal ganz grundsätzlich klopfen, dass ich seekrank werde…  habe ich bislang noch nicht getan.)

In jedem Fall möchte ich Sie ermutigen, auch an EFT zu denken, wenn Ihnen, Ihrem Kind oder Ihrem Haustier unterwegs schlecht wird.

Hier sind ein paar Klopfsätze zur Inspiration:

Auch wenn ich mich gerade ganz übel fühle, mit flauem Magen und Kopfschmerzen, bin ich trotzdem okay so wie ich bin, und ich bitte meinen Körper jetzt, diese Symptome zu beseitigen, denn ich bin ja völlig in Sicherheit.

Auch wenn ich es so hasse, wenn mein Körper wieder mit Seekrankheit und Reisekrankheit reagiert, bin ich völlig okay so wie ich bin, und ich lasse meinen Körper jetzt wissen, dass wir in Sicherheit sind und dass dies alles ein Missverständnis ist.

Auch wenn ich mich so mies und krank fühle, bin ich trotzdem irgendwo okay und ich bitte meinen Körper jetzt, alle Symptome loszulassen, denn es gibt ja gar keinen Grund, sich krank zu fühlen. Danke, lieber Körper!

Sie sind dran:
Werden Sie seekrank oder reisekrank?
Was hat sich nach dem Klopfen geändert?
Können Sie sich vorstellen, das bei einer Reise anzuwenden?
Ich lade Sie ein, einen Kommentar zu schreiben.

Bildquelle: F. Möbius

* Ja, die nachgebaute Hansekogge hat einen Motor, das ist für die Sicherheit heutezutage einfach nötig. Man sieht ihn nicht, weil er sehr geschickt eingebaut wurde, und er verändert auch das Verhalten unter Segel nicht. (Website der Kieler Hansekogge)

PS: Hier im Blog kann ich immer nur ganz allgemeine Themen besprechen und vorstellen. Wenn Sie aber bei einem tieferen Thema alleine nicht weiterkommen, dann schreiben Sie mir eine Email. Wir besprechen dann, wie ich Ihnen dabei helfen kann.

PPS: Im Newsletter finden Sie jeweils passend zum Blogthema eine ausformulierte Klopfrunde. Sie können sich über das Formular oben rechts dafür anmelden.
Falls Sie meinen Blog über Ihr Handy lesen und das Formular nicht sehen können, folgen Sie diesem Link: Anmelden für den Newsletter.

Veröffentlicht unter EFT | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Reisen – Aufregung

Reisestress

Reisestress

Mit dem Juni beginnt zumindest wettertechnisch der Sommer, in manchen Bundesländern die Sommerferien, und damit die Reisezeit. Ich möchte in diesem Monat eine Reihe ganz praktischer Beiträge rund um das Reisen für Sie schreiben, denn EFT ist ja nicht für die innere Einstellung reserviert, sondern kann auch bei ganz „irdischen“ Problemen ganz gut helfen.

Fangen wir also ganz am Anfang an: Bevor es überhaupt losgeht.

Ich bin ja – ich gebe es zu – bei Reisen auch so ein Nervösling. Ich bin gerne 20 Minuten vor der Abfahrt am Bahnhof, weil ich mich sonst gestresst und gehetzt fühle. Dieses Sicherheitspaket muss einfach sein.

Und ich kenne auch dieses Gefühl in der Magengrube, bevor es losgeht. Ein bisschen Aufregung gehört auch dazu, finde ich, sonst ist Reisen so langweilig wie das Pendeln zur Arbeit.

Die Sache wird nur dann zum Problem, wenn diese Aufregung zu groß wird. Wenn sie Ihnen die Lust am Reisen verdirbt und sich zu einer echten Angst auswächst. Denn das wäre sehr schade.

(Reisen bildet ja bekanntlich, und das Erleben anderer Regionen und Kulturen gehört auch zum inneren Wachstum. Wir sollten uns diese Möglichkeit erhalten.)

Wenn Ihnen also diese Aufregung, der Stress vor einer Reise zu viel wird, dann kann EFT helfen. Ehe Sie das Reisen ganz aufgeben, ist es definitiv wert, ein paar Runden zu klopfen, oder? Es kostet Sie vielleicht ein paar Minuten ( im schlimmsten Fall ein paar Sitzungen mit mir), und dann können Sie entspannt Ihre Reise genießen.

Und ich gestehe auch, dass ich wirklich gerne im Zug sitze und in die Landschaft schaue. Noch schöner ist es beim Fliegen, deshalb buche ich möglichst einen Fensterplatz. Ich brauche nicht einmal ein Buch, unsere Welt ist schön und unterhaltsam genug.

Na, haben Sie Lust bekommen?

Dann habe ich ein paar Klopfvorschläge für Sie:

Auch wenn ich soooo aufgeregt bin, weil es gleich losgeht, bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt die Aufregung auf ein optimales Maß zurückzufahren.

Auch wenn ich jedesmal fast sterbe, wenn ich reisen muss, es ist so schlimm, dass ich fast lieber zu Hause bleibe, trotzdem bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, meine Reise mit genug Zeitpuffern zu planen, dass ich viel entspannter sein kann.

Auch wenn ich jedesmal so schrecklich nervös bin, wenn ich einen Zug oder einen Flieger kriegen muss, bin ich trotzdem okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, diese Nervosität loszulassen, und mich so zu entspannen, dass ich die ganze Reise genießen kann.

Sie sind dran:
Wie geht es Ihnen vor einer Reise?
Was hat sich nach dem Klopfen geändert?
Wie möchten Sie in Zukunft wachsen?
Ich lade Sie ein, einen Kommentar zu schreiben.

Bildquelle: F. Möbius

PS: Hier im Blog kann ich immer nur ganz allgemeine Themen besprechen und vorstellen. Wenn Sie aber bei einem tieferen Thema alleine nicht weiterkommen, dann schreiben Sie mir eine Email. Wir besprechen dann, wie ich Ihnen dabei helfen kann.

PPS: Im Newsletter finden Sie jeweils passend zum Blogthema eine ausformulierte Klopfrunde. Sie können sich über das Formular oben rechts dafür anmelden.
Falls Sie meinen Blog über Ihr Handy lesen und das Formular nicht sehen können, folgen Sie diesem Link: Anmelden für den Newsletter.

Veröffentlicht unter Deutsch | Verschlagwortet mit , , , , | Kommentare deaktiviert für Reisen – Aufregung

Wachstum – Familienregeln

Familienregeln erklärt

Hört die Regeln

In einem Familiensystem gibt es für alles Regeln. Und natürlich auch darüber, wie weit und wie sehr wir wachsen dürfen, in jeglicher Hinsicht.

Ich hatte ja schon die Person erwähnt, die für zu dumm erklärt wurde, überhaupt die Schule zu beenden. Zum Glück konnten wir diese Regel auflösen.

Aber es gibt unendlich viele Regeln darüber, nicht „mehr“ zu sein als bestimmte andere Personen in der Familie.

Sei niemals reicher oder verdiene mehr Geld als der Vater.
Kein größeres Haus!
Werde nie etwas besseres als der Vater.
Sei nie schlauer als deine Mutter.
Bleib Realist (also nichts mit Spiritualität)!
Werde nie….

Es ist endlos und jede Familie hat ihre eigenen Variationen, mit denen sie die Familienmitglieder zum Zusammenhalt und „Gleichsein“ verdonnert.

(Natürlich gibt es auch Familien mit positiven Regeln, die Wachstum fördern. Aber dann haben die Mitglieder auch wenig Probleme und wäre auch nicht an diesem Artikel interessiert.)

Nun kommen diese Regeln nicht von ungefähr. Es gab Zeiten, da musste jemand den Familienbetrieb, den Hof oder das Kaufhaus übernehmen, und die anderen mussten mithelfen und sich unterordnen. Da konnte man keine Rebellen brauchen, weil sonst die ganze Familie und ihr Überleben in Frage gestellt war.

Das galt übrigens für alle Schichten, wie das Beispiel des englischen Königs Eduard VIII und seiner Abdankung zeigt. Er wurde 1936 dazu gezwungen, als er seine nicht-adelige und – Skandal!- geschiedene Freundin Wallis Simpson heiraten wollte. Er wurde damals nach der Hochzeit übrigens ins Exil geschickt und durfte Großbritannien nur noch mit einer Sondererlaubnis betreten – kann eine Familie ein Mitglied deutlicher abstrafen?

Zum Glück leben wir jetzt in etwas anderen Zeiten, und das Überleben einer Familie hängt nicht mehr so sehr davon ab, dass die einzelnen Mitglieder ihre Talente und Neigungen verleugnen und statt dessen das tun, was vielleicht seit Generationen üblich war.

Wir können uns entfalten, dazu lernen, studieren, andere Berufe ausüben und vielleicht auch ganz woanders leben. Und niemand muss deswegen darben oder sterben. Im Gegenteil, unser persönliches Wachstum kann sogar positiv für eine Familie sein.

Die Familienregeln „wissen“ das aber nicht. Niemand hat sie an das 21. Jahrhunder angepasst.

Und so wird es Zeit für ein Update, wenn Sie bemerken, dass Ihr Wachstum von einer oder mehreren solcher Regeln behindert wird. Mit EFT ist das gar nicht einmal schwer.

Auch wenn es Regeln in meiner Familie gibt, die mich am Wachsen hindern, bin ich okay so wie ich bin, und ich entscheide mich jetzt, diese Familienregeln neu zu definieren!

Auch wenn ich laut Familienregel keinen höheren Abschluss haben darf als mein Bruder, bin ich völlig okay so wie ich bin, und ich schreibe diese Familienregel jetzt um: Ab sofort darf jeder von uns genau den Abschluss und das Leben haben, den wir wollen!

Auch wenn ich schockiert darüber bin, welch fiese Familienregeln es bei uns gibt, bin ich völlig okay so wie ich bin, und ich entscheide jetzt, dass ab sofort jeder bei uns genau so wachsen darf wie er oder sie es will!

Sie sind dran:
Welche Familienregeln über Wachstum haben Sie für sich entdeckt?
Was hat sich nach dem Klopfen geändert?
Wie möchten Sie in Zukunft wachsen?
Ich lade Sie ein, einen Kommentar zu schreiben.

Bildquelle: F. Möbius

PS: Hier im Blog kann ich immer nur ganz allgemeine Themen besprechen und vorstellen. Wenn Sie aber bei einem tieferen Thema alleine nicht weiterkommen, dann schreiben Sie mir eine Email. Wir besprechen dann, wie ich Ihnen dabei helfen kann.

PPS: Im Newsletter finden Sie jeweils passend zum Blogthema eine ausformulierte Klopfrunde. Sie können sich über das Formular oben rechts dafür anmelden.
Falls Sie meinen Blog über Ihr Handy lesen und das Formular nicht sehen können, folgen Sie diesem Link: Anmelden für den Newsletter.

Veröffentlicht unter Deutsch | Verschlagwortet mit , , , , | Kommentare deaktiviert für Wachstum – Familienregeln

Wachstum – Persönliches Wachstum

Entspannt im Hier und Jetzt

Entspannt im Hier und Jetzt

Als Kinder wachsen wir auf und lernen, wie wir uns zu verhalten haben, wie wir denken sollen und was wir von der Welt halten sollen. Wir lernen das in unserer Familie, von unseren Eltern, den Großeltern, und vielleicht noch von unsere Schulkameraden. Und wenn wir schließlich in die Welt hinaus gehen, dann nehmen wir diese Regeln mit.

Und das ist normal und gut so. Leider ist es meistens nicht genug.

Denn als Kinder sind wir ja gar nicht in der Lage, zu reflektieren, was wir da so alles gelernt haben.

Das können wir erst, wenn wir mehr Lebenserfahrung gesammelt haben. Wenn wir Tiefpunkte und Höhepunkte erlebt haben und wissen, wie sich das anfühlt. Wenn wir nachdenken können, ob das, was wir getan haben, auch richtig war – selbst wenn wir dem Beispiel unserer Eltern gefolgt sind.

Was dann beginnt, ist persönliches Wachstum.

Dazu brauchen wir eines ganz besonders:

Die Fähigkeit, einen Schritt von uns selbst zurückzutreten, und zu beobachten, was da gerade abläuft.

Um dann entscheiden zu können, ob das, was da so abläuft, wirklich zu uns passt, ob es das ist, was wir in unserem Leben haben wollen. Ob wir so sein wollen. Oder eben vielleicht nicht.

Ich habe gerade eine kleine Geschichte von einem Freund gelesen, die dazu passt:

Er hat in betrunkenem Zustand jemanden niedergeschlagen, der seine Freundin angemacht hatte. Am nächsten Morgen wachte er mit einem Riesenkater auf, und erinnerte sich nicht einmal mehr daran.

Und das war ihm richtig unheimlich.

In diesem Moment hat er beschlossen, keinen Alkohol mehr zu trinken. Weil er nie wieder auf diese Weise die Kontrolle über sich selbst abgeben wollte. Der Gedanke, dass eine chemische Substanz seine Entscheidungen dermaßen beeinflussen kann, hat ihn davon abgehalten, je wieder einen Schluck davon zu trinken.

Man kann zu dieser Geschichte stehen, wie man will. (Ich mag ganz gerne ein Glas Wein.) Aber dieser Freund hat in diesem Moment ein gelerntes Muster von außen betrachtet, und dann eine neue Entscheidung für sein Leben gefällt.

Das ist persönliches Wachstum.

Persönliches Wachstum ist die Arbeit wert

Ich glaube, niemand von uns möchte einfach eine Kopie seiner Eltern sein. Wir möchten als eigener Mensch gesehen werden, als jemand mit einer eigenen Persönlichkeit. Vielleicht sogar als jemand, der es wirklich wert ist, gesehen zu werden, Freunde zu haben, erfolgreich zu sein, etc.

Und dann ist es die Anstrengung wert, herauszufinden, was für uns persönlich wichtig ist.

Wer wir sein wollen.
Wie wir sein wollen.
Wie wir unsere Zeit verbringen wollen.
Welche Gefühle wir vor allem spüren wollen. (Ja, das kann man sich aussuchen.)
Und mit welchen Menschen wir zusammen sein wollen.

Diese Entscheidungen sind lebenswichtig, im wahrsten Sinne des Wortes, denn sie entscheiden über das Leben, das wir im Endeffekt führen.

Deswegen möchte ich Sie ermutigen, sich auf inneres, persönliches Wachstum einzulassen. Stellen Sie sich diese Fragen. Spüren Sie den Antworten nach – denn die können sich auch verändern.

Und leben Sie Ihr Leben, Ihr ganz eigenes, wunderbares und selbstbestimmtes Leben. Das haben Sie verdient!

Auch wenn es manchmal schmerzhaft sein kann, genau hinzuschauen und herauszufinden, was ich wirklich will, bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, genau das zu tun und mein Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Auch wenn ich ein bisschen Angst habe, genau hinzuschauen, da könnte viel Arbeit drinstecken, trotzdem bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, mein Leben wirklich zu leben.

Auch wenn ich nie daran gedacht habe, mir diese Fragen zu stellen, bin ich völlig okay so wie ich bin, und ich erlaube mir jetzt, im optimalen Tempo und mit den optimalen Fragen persönlich weiter zu wachsen.

Sie sind dran:
In welchem Bereich oder welchen Bereichen möchten Sie wachsen?
Was hat sich nach dem Klopfen geändert?
Was möchten Sie in Zukunft verändern?
Ich lade Sie ein, einen Kommentar zu schreiben.

Bildquelle: F. Möbius

PS: Hier im Blog kann ich immer nur ganz allgemeine Themen besprechen und vorstellen. Wenn Sie aber bei einem tieferen Thema alleine nicht weiterkommen, dann schreiben Sie mir eine Email. Wir besprechen dann, wie ich Ihnen dabei helfen kann.

PPS: Im Newsletter finden Sie jeweils passend zum Blogthema eine ausformulierte Klopfrunde. Sie können sich über das Formular oben rechts dafür anmelden.
Falls Sie meinen Blog über Ihr Handy lesen und das Formular nicht sehen können, folgen Sie diesem Link: Anmelden für den Newsletter.

Veröffentlicht unter Persönliches Wachstum | Verschlagwortet mit , , , , , | Kommentare deaktiviert für Wachstum – Persönliches Wachstum

Wachstum – Kultureller Reichtum

Die Welt kennenlernen

Die Welt kennenlernen

Es gibt Menschen, die fühlen sich in der ganzen Welt zu Hause. Sie können überall hin reisen und schrecken vor keiner fremden Landschaft oder vor fremden Bräuchen zurück.

Und dann gibt es die Menschen, die seit Jahrzehnten in demselben deutschen Hotel ihren Jahresurlaub verbringen und froh sind, wenn alles immer gleich bleibt, inklusive Zimmer und Speisekarte.

Vermutlich finden sich die meisten von uns irgendwo in der Mitte dieses Spektrums wieder, erleben gerne mal etwas Neues und sind dann froh, wenn wir wieder zu Hause sind. Wo alles vertraut ist.

Aber es geht nicht nur um’s Reisen.

Ich kann mich noch gut an einen Leserbrief in der National Geographic erinnern, in dem eine Amerikanerin fragte, wozu Geographiekenntnisse denn gut seien? Ein Zahnarzt wird dadurch nicht besser, sagte sie, und auch ein Taxifahrer in New York müsste nicht wissen, wie die Hauptstadt von Georgien heißt. Man könne sich den Unterricht in der Schule also gleich sparen

Natürlich braucht ein Zahnarzt nicht zu wissen, wo Georgien liegt, um seine Patienten gut behandeln zu können. Und für einen Taxifahrer in New York ist das auch egal. Aber es würde ihnen trotzdem gut tun.

Geographie. Sprache und Kultur.

Ich bin zweisprachig. Und ich habe in jungen Jahren mehrfach in den USA gelebt, und viele andere Länder bereist. Und ich glaube, dass diese Erfahrungen immer noch mein Leben und mein Denken bereichern.

Denn in einer anderen Sprache wird in anderen Mustern gedacht und gesprochen. Deswegen funktionieren Übersetzungen nie 100-prozentig. Und das ist das Spannende. So können wir ganz neue Konzepte entdecken.

In anderen Ländern gehen Menschen auch anders miteinander um als wir. Oder haben andere Gesetze, andere Gepflogenheiten, anderes Essen. Und das alles kann dazu führen, dass auch wir uns für anderes Denken öffnen – wenn wir uns erlauben, all dies zu erleben.

Neue Denkansätze sind auch neue Lösungsansätze.

Wenn wir die Augen aufmachen und beobachten, wie anderswo mit Problemen umgegangen wird, die unseren ähneln, dann können wir uns anders weiterentwickeln. Das gilt für alle Lebensbereiche.

Ich glaube ganz fest, dass es uns bereichert, andere Kulturen kennenzulernen. Und selbst wenn wir im schlimmsten Falle sagen, so nicht (!), dann ist das auch gut. Denn auch dann lernen wir dazu. Dann wissen wir genau, was wir nicht wollen, und können das, was wir hier in unserem Leben und unserer Gesellschaft erreicht und erlangt haben, viel mehr schätzen.

Und das ist auch Wachstum.

Wachstum von Möglichkeiten. Gelegenheiten. Optionen.

Ich glaube an den Reichtum von Ideen. Und ich möchte Sie ermutigen, sich dem Neuen, dem Unbekannten und dem Fremden ein wenig zu öffnen. Es zumindest offen anzusehen und zu versuchen, zu verstehen.

Denn dann verstehen wir uns auch selbst ein bisschen besser.

Und wenn wir ehrlich sind… wir sind alle Menschen hier auf dieser Erde. Mit unterschiedlicher Hautfarbe, anderer Sprache, anderen Religionen und Weltsichten – aber im Grunde immer Menschen. Wir sollten uns gegenseitig kennen lernen.

Und hier sind ein paar Klopfsätze dazu:

Auch wenn hier alles vertraut und sicher ist, und ich einfach gar nichts anderes haben will, bin ich okay so wie ich bin, und ich bin offen für die Möglichkeit, dass es auch anderswo ganz sicher sein kann.

Auch wenn es beunruhigend ist, wie andere Sprachen klingen und wie anders die Gesichter aussehen, trotzdem bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir zu wissen, dass es allesamt Menschen sind und daher doch irgendwo ähnlich.

Auch wenn es mich Überwindung kostet, fremdes Essen zu probieren, bin ich okay so wie ich bin, und ich erlaube mir zu wissen, dass auch Pizza und Döner hier mal fremd waren.

Sie sind dran:
Wie fühlt es sich an, fremde Kulturen und Bräuche kennenzulernen?
Was hat sich nach dem Klopfen geändert?
Was möchten Sie in Zukunft verändern?
Ich lade Sie ein, einen Kommentar zu schreiben.

Bildquelle: F. Möbius

PS: Hier im Blog kann ich immer nur ganz allgemeine Themen besprechen und vorstellen. Wenn Sie aber bei einem tieferen Thema alleine nicht weiterkommen, dann schreiben Sie mir eine Email. Wir besprechen dann, wie ich Ihnen dabei helfen kann.

PPS: Im Newsletter finden Sie jeweils passend zum Blogthema eine ausformulierte Klopfrunde. Sie können sich über das Formular oben rechts dafür anmelden.
Falls Sie meinen Blog über Ihr Handy lesen und das Formular nicht sehen können, folgen Sie diesem Link: Anmelden für den Newsletter.

Veröffentlicht unter EFT, Persönliches Wachstum | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Wachstum – Kultureller Reichtum

Wachstum – Wissen

Schlau denken

Schlau denken

In unserer Gesellschaft wird das Wissen und ein geschulter Verstand immer noch am meisten geschätzt. Zeugnisse und Zertifikate über Abschlüsse und Weiterbildungen sind wichtiges Material für jede Bewerbung.

Umso schlimmer ist es, wenn Glaubenssätze verhindern, dass wir Wissen erwerben.

Du bist zu doof zum Denken!

Einem Mädchen wird immer wieder in sehr drastischen Worten vom Vater vermittelt, dass sie gar nicht richtig denken kann.

Natürlich glaubt sie ihm das. Wenn wir klein sind, haben Eltern immer Recht.

So schafft sie nur mit viel Mühe den Hauptschulabschluss und stellt immer wieder fest, dass sich ihr Verstand geradezu abschaltet, wenn sie mit komplexen Dingen konfrontiert wird. Weiterlesen

Veröffentlicht unter EFT, Persönliches Wachstum | Verschlagwortet mit , , , , , | Kommentare deaktiviert für Wachstum – Wissen

Wachstum – Einführung

Baum

Baum

Ich finde, der Monat Mai führt uns das Thema Wachstum geradezu dramatisch vor Augen: Die Bäume lassen endlich wieder ihre Blätter sprießen, alles blüht und grünt nach einem langen Winter. Frühling (und natürlich der ganze Sommer) sind die Phasen des Wachstums in unseren Breiten, und der Mai macht den fulminaten Anfang.

Und das hat mich inspiriert, über inneres, geistiges Wachstum nachzudenken, denn wir Menschen sind ja ab einem bestimmten Alter körperlich so ziemlich ausgewachsen.

Wie können wir geistig wachsen?

Ich glaube, da gibt es verschiedene Wachstumsrichtungen. Weiterlesen

Veröffentlicht unter EFT, Persönliches Wachstum | Verschlagwortet mit , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Wachstum – Einführung

Freude – Familienlast

Schicksal

Schicksal

Manchmal werden schlimme Erfahrungen oder Schicksale in einer Familie weitergegeben – genauer gesagt, nicht die Erfahrung selbst, aber die Last und das daraus resultierende Muster. Und das kann einen großen Einfluss auf Freude bzw. das Nicht-Freuen haben.

Mir ist die Vorstellung inzwischen sehr vertraut, was es etwas schwieriger macht, sie einfach verständlich zu erklären.

Hier ist daher ein erfundenes Beispiel:

Hildegard hat im Zweiten Weltkrieg Schreckliches erlebt, aber nie darüber gesprochen, wie so viele Menschen ihrer Generation. Sie lebte ihr Leben völlig normal weiter, mit Mann und Kindern, einem kleinen Häuschen… und doch konnte sie sich nie so ganz unbeschwert freuen.

Ihrer Tochter Sabine ging es ganz ähnlich, auch sie empfand große Freude als befremdlich und ging diesem Gefühl aus dem Weg. Nicht einmal die Geburt ihrer Kinder machte da eine Ausnahme. Auch sie lebte ihr Leben wie die Mehrzahl der Deutschen, mit einer Halbtagsstelle, zwei Kindern und ihrem Mann in einer Eigentumswohnung. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Familienstellen, Persönliches Wachstum | Verschlagwortet mit , , , , , | Kommentare deaktiviert für Freude – Familienlast

Freude – Familienregeln

Die kleinen Dinge... Sonne, Blumen, Vögel

Die kleinen Dinge…

So wie wir uns individuell Regeln darüber geben oder gegeben haben, wie und worüber wir uns freuen wollen oder dürfen, gibt es auch in jeder Familie Regeln über Freude.

Wann, wo und wie wir uns freuen bzw. freuen dürfen, lernen wir schon ganz früh, als kleine Kinder.

Und ich habe wirklich noch den Satz von meiner Oma in den Ohren:

„Freu dich nicht zu früh!“

Dahiner stecken sicherlich Lebenserfahrung, Schicksalsschläge und eine gewisse Vorsicht im Umgang mit Gefühlen, aber die Kernaussage macht mich schon recht traurig, wenn man mal genau hinsieht.

Denn sie beinhaltet eine fatale Regel: Freu dich nur dann, wenn das Ergebnis auch stimmt.

Ansonsten ist alle Freude vergebens, oder vielleicht sogar gefährlich, weil wir ja enttäuscht werden könnten. Darüber habe ich ja letzte Woche schon geschrieben. Freude ist verschwendet und negativ, wenn das Ergebnis nicht eintritt, besagt so eine Regel. Weiterlesen

Veröffentlicht unter EFT, Persönliches Wachstum | Verschlagwortet mit , , , , | Kommentare deaktiviert für Freude – Familienregeln